Der Konzern hat sich als Klima-Vorreiter der Branche positioniert: bis 2030 sollen 10 Mio. t CO2 pro Jahr abgeschieden und gespeichert werden (u.a. Anlage in Brevik/Norwegen).
Dominanz im globalen Baustoffmarkt unter Dominik von Achten
Die Heidelberg Materials AG, bis 2022 als HeidelbergCement bekannt, wird vom Vorstandsvorsitzenden Dr. Dominik von Achten geführt und steuert auf einen Jahresumsatz von rund 22 Milliarden Euro zu. Mit einer Belegschaft von etwa 51.000 Mitarbeitern weltweit hat sich der Konzern seit seiner Gründung im Jahr 1873 von einer lokalen Zementfabrik zu einem globalen Schwergewicht entwickelt. Der Stammsitz in Heidelberg bleibt dabei das strategische Zentrum für Operationen in über 50 Ländern.
Regionale Schwerpunkte und operative Segmentierung
Das operative Geschäft gliedert sich primär in die Bereiche Zement, Zuschlagstoffe sowie Transportbeton und Asphalt. Geografisch ist der Konzern besonders stark in den Regionen Western and Southern Europe sowie North America verankert, die signifikante Beiträge zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen leisten. Auch die Marktposition in den Wachstumsmärkten Asien-Pazifik und Afrika-Östlicher Mittelmeerraum wird durch lokale Tochtergesellschaften und Joint Ventures kontinuierlich ausgebaut.
Marktmacht durch Marken wie Italcementi und Hanson
Hinter dem Konzerndach stehen traditionsreiche Marken, die durch strategische Akquisitionen wie die Übernahme von Hanson im Jahr 2007 oder der Italcementi-Gruppe im Jahr 2016 integriert wurden. In Deutschland ist das Unternehmen weiterhin mit der starken Vertriebsmarke Heidelberger Beton am Markt präsent. Diese Markenarchitektur erlaubt es dem Konzern, spezialisierte Hochleistungsbetone und Infrastrukturlösungen unter etablierten Namen lokal zu vermarkten.
Dekarbonisierung durch die Brevik-Anlage und CCUS-Technologie
Ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie ist die Errichtung der weltweit ersten industriellen CCS-Anlage (Carbon Capture and Storage) im norwegischen Zementwerk Brevik. Bis 2030 plant der Konzern, die CO2-Emissionen massiv zu senken, indem jährlich 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid abgeschieden werden. Diese Transformation des energieintensiven Kerngeschäfts soll Heidelberg Materials zum Vorreiter für klimaneutrale Baustoffe wie die Produktlinie 'evoBuild' machen.